Definition Was ist ein SAN?

Von MiR 2 min Lesedauer

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SAN ist die Abkürzung von Storage Area Network und bezeichnet ein Speichernetzwerk, das es ermöglicht, Disk-Arrays (Festplattensubsysteme) oder auch Tape-Libraries an Serversysteme anzubinden. Sie ermöglichen serielle, kontinuierliche Hochgeschwindigkeitsübertragungen.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
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Bei einem SAN handelt sich um eine Erweiterung von DAS (Direct Attached Storage). Aus technologischer Sicht steht SAN dabei allerdings auch für die Weiterentwicklung von ESCON respektive der darauf basierenden FICON-Technologie (Fibre Connection), die mithilfe von Lichtwellenleitern pro Kanal eine Übertragungsrate von 17 MB/s möglich macht.

Die Zuordnung von Disk-Speicherkapazität zu einem bestimmten Server erfolgt im Hinblick auf ein Storage Area Network zum einen über ein Netzwerk. Zum anderen kann die Serverzuordnung von SAN unter Berücksichtigung betrieblicher Grenzen und Anforderungen aber auch jederzeit anderweitig erfolgen. In diesem Fall spricht man dann von einer dynamischen Zuordnung.

SAN für sehr große Distanzen

Meistens ist eine Funktion dieser Art in SAN-kompatiblen Disk-Arrays implementiert. Im Gegensatz zu Direct Attached Storages lassen sich im Rahmen einer SAS-Implementierung immer gleich mehrere Server über ein Netzwerk an ebenfalls mehrere Speichersysteme anbinden.

Dies ist in der Regel sowohl über kurze als auch sehr große Distanzen möglich. Demgegenüber bildet ein DAS eine reine Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen direkt angeschlossenen Datenspeichern und einem Server. SAN bieten daher zumeist eine bessere Performance sowie eine höhere Funktionalität.

In vielen Fällen dienen dabei implementierte Fibre-Channel-Standards als Basis für hochverfügbare, hochperformante Installationen. Allerdings wird alternativ auch IP als Basis genutzt. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen entscheiden sich für diese auf IP basierende SAN-Variante, da es hier mitunter deutliche Kostenvorteile gibt.

Unterschiede zu anderen Speicherlösungen

Der Datenzugriff erfolgt bei einem Storage Area Network immer blockbasiert, wie es zum Beispiel auch bei DAS bzw. direkt angeschlossenen Festplatten der Fall ist. Hier verwaltet immer der zugreifende Rechner die jeweiligen Zugriffe. Das stellt zu anderen Lösungen einen großen Unterschied dar. So arbeiten zum Beispiel Network Attached Storages (NAS) vorzugsweise File-basiert. Die Zugriffe erfolgen dabei immer via NFS oder SMB/CIFS auf ganze Dateien oder bedarfsgerechte Ausschnitte aus Dateien. Der Server ist in diesem Fall für die Verwaltung der dazugehörigen Dateisysteme verantwortlich.

SAN-Lösungen weisen dadurch ein entscheidendes Merkmal auf: Das Server-Client-LAN fungiert als primäres Netzwerk, während parallel dazu das Speichernetzwerk als sekundäres Netzwerk funktioniert. Das Abrufen von Daten belastet das Server-Client-LAN dabei nicht. Wer eine Hochgeschwindigkeitsübertragung umfassender Datenmengen realisieren möchte, greift vor allem auf den bereits zuvor skizzierten Fibre Channel als Standard und auf Glasfasern als Übertragungsmedien zurück. Die allgemeine Netzwerkstruktur ist diesbezüglich darauf ausgelegt, qualitativ hochwertige und sichere Verbindungen auch über größere Distanzen zu ermöglichen.

Die wichtigsten Merkmale von SAN:

  • zentrale Verwaltung des Ressourcenpools
  • performante Schnittstellen und Protokolle realisieren hohe Übertragungsraten
  • blockbasierter Zugriff auf die Daten
  • einfache Skalierung der Kapazität möglich
  • keine zusätzliche Belastung durch Abrufe
  • redundante Verbindungswege gewährleisten hohe Verfügbarkeit des Storage

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